Dachstuhlbrand in der Stader Landstraße fordert Großaufgebot der Einsatzkräfte

 

Am 01. August wurden um 03:12 Uhr alle Feuerwehren der Gemeinde Ritterhude mit dem Einsatzstichwort „Dachstuhlbrand“ in die Stader Landstraße alarmiert.

Bereits während der Anfahrt informierte die Leitstelle über mehrere Notrufe, die eine deutlich sichtbare Rauchsäule bestätigten. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Flammen schlugen sowohl aus dem Dachstuhl als auch aus Fenstern im Erdgeschoss.

Aufgrund der Lage wurde umgehend die Alarmstufe erhöht. Zusätzlich alarmiert wurden die Feuerwehr Stendorf, die Drehleiter mit Löschfahrzeug aus Osterholz-Scharmbeck, die DRK-Bereitschaft, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Leitende Notarzt sowie der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Osterholz.

Die enorme Brandintensität ließ einen Innenangriff zunächst nicht zu. Atemschutztrupps konnten aufgrund der Gefährdung nicht in das Gebäude vorgehen. Daher wurde die Brandbekämpfung mit vier C-Strahlrohren im Außenangriff durchgeführt. Nach Rücksprache mit der Polizei konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass sich noch Personen im Gebäude befanden. Diese Erkenntnis bestätigte die Entscheidung für die ausschließliche Brandbekämpfung von außen.

Das zweigeteilte Gebäude wurde bereits vollständig vom Feuer erfasst, das sich über den Dachstuhl auf die hintere Gebäudehälfte ausbreitete. Nach dem Eintreffen der Drehleiter konnte diese mit Löschwasser versorgt werden und das Wenderohr unterstützte die Brandbekämpfung zusätzlich aus der Höhe.

Im weiteren Einsatzverlauf wurde eine Instabilität des Dachgiebels festgestellt. Der Bereich wurde daraufhin aufgrund akuter Einsturzgefahr weiträumig abgesperrt und geräumt. Zur fachlichen Beurteilung der Gebäudestatik wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) aus Cuxhaven hinzugezogen.

Damit das Gebäude sicher gas- und stromlos geschaltet werden konnte, waren außerdem die Stadtwerke sowie eine Tiefbaufirma im Einsatz. Vor dem Gebäude musste der Hausanschluss freigelegt werden, um die Versorgungsleitungen abzuschiebern.

Der Brand konnte trotz seiner hohen Intensität bereits nach etwa einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden. Rund zwei Stunden nach Einsatzbeginn war keine sichtbare Rauchentwicklung mehr vorhanden. Anschließend konnte ein Atemschutztrupp das Gebäude zur Erkundung betreten. Dabei wurden nur noch vereinzelte Glutnester, leichte Hitze sowie geringe Rauchentwicklungen im Dachbereich festgestellt. Nach weiteren Nachlöscharbeiten konnte gegen 05:45 Uhr „Feuer aus“ gemeldet werden.

Im Anschluss rückte ein Großteil der eingesetzten Kräfte wieder ab. Der THW-Baufachberater stellte bei seiner abschließenden Begutachtung fest, dass der Dachgiebel im oberen Drittel einsturzgefährdet ist.

Insgesamt waren organisationsübergreifend mehr als 150 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle beteiligt.

Die vordere Gebäudehälfte wurde vollständig zerstört. In der hinteren Haushälfte brannten das Obergeschoss sowie der Dachbereich vollständig aus. Das Erdgeschoss des hinteren Gebäudeteils wurde durch Rauch und Löschwasser erheblich beschädigt und ist ebenfalls nicht mehr bewohnbar.

Für die Feuerwehr endete der Einsatz gegen 07:00 Uhr. Die Polizei sowie die Stadtwerke verblieben anschließend noch an der Einsatzstelle.

TEXT und FOTO: Feuerwehr Ritterhude

Kellerbrand

Alarmierung: 15.06.2025 – 01:12 Uhr
Stichwort: Feuer
Einsatzort: Ritterhude / Findorfstraße