A 27 – Mehrere leicht Verletzte bei Auffahrunfall

Ritterhude. Am Donnerstagmorgen (18.07.2019) gegen 10:15 Uhr musste die Autobahn 27 zwischen den Anschlussstellen Ihlpohl und Schwanewede in Fahrtrichtung Cuxhaven wegen eines defekten Lkw halbseitig gesperrt werden. Dieses führte zu einem Rückstau auf der Fahrbahn. Ca. 1 km vor der halbseitigen Sperrung ereignete sich ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen.

Ein 80-jähriger Bremer fuhr mit seinem VW Tiguan auf dem Hauptfahrstreifen. Er erkannte das Stauende zu spät und wich auf den Überholfahrstreifen aus. Auf dem Überholfahrstreifen befand sich ein Hyundai i10, der von einer 20-jährigen Friesländerin geführt wurde. Der Tiguan prallte mit hoher Geschwindigkeit in das Heck des Hyundais, wodurch dieser auf den vor ihm stehenden Renault Twingo einer 48-jährigen Hannoveranerin geschoben wurde.

Die drei Fahrzeuge kamen auf dem Haupt- und Überholfahrstreifen zum Stehen. In dem VW Tiguan saßen vier Personen. Der Hyundai war mit zwei Personen und der Twingo mit der Fahrerin besetzt. Alle sieben Personen wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

An allen Fahrzeugen entstand ein erheblicher Sachschaden, der auf insgesamt 30.000 Euro geschätzt wird.

Angehörige der Reiterstaffel der Polizeidirektion Hannover gerieten auf dem Weg zum Deichbrand-Festival ebenfalls in dem Rückstau. So konnten sie schnell Erste-Hilfe leisten und die Unfallstelle absichern. Außer der Polizei befanden sich ein Notarzt, vier Rettungswagen und die Freiwilligen Feuerwehren Ihlpohl und Stendorf vor Ort.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Cuxhaven
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anke Rieken
Telefon: 04721/573-404
http://ots.de/PI0z7T

Gas-Ausströmung in Ritterhude

Am 11.07.2019 um 13:27 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Ritterhude, Ihlpohl und Lesumstotel-Werschenrege zu einer Gas-Ausströmung in die Wiesenstraße gerufen. Als die ersten Fahrzeuge um 13:40 Uhr an der Einsatzstelle eintrafen, stellte sich folgendes Lagebild: Bei Baggerarbeiten war eine Gasleitung (Hausanschluss) beschädigt worden und das Gas strömte außerhalb des Gebäudes in voller Druckstärke aus. 

Von der Polizei und der Feuerwehr wurden die umliegenden Häuser evakuiert. 11 Personen und zwei Kleintiere wurden aus dem Gefahrenbereich begleitet. Die Betreuung hatte der Rettungsdienst übernommen. Ein Löschangriff wurde vorbereitet, falls es zu einem offenen Feuer kommt.

Mit der Feuerwehr wurden auch gleichzeitig die Stadtwerke Osterholz in Kenntnis gesetzt. Bereits um 13:50 Uhr war die Leitung wieder verschlossen.

Der Einsatz konnte somit sehr schnell beendet werden, verletzte Personen gab es nicht.

Bei Einsätzen dieser Art kann es schnell zu einer größeren Gefahrenlage kommen, daher wurden neben der Polizei und der Feuerwehr auch folgende Unterstützungskräfte zum Einsatz alarmiert:

  • Rettungsdienst
  • Leitender Notarzt
  • Organisatorischer Leiter Rettungsdienst
  • Zugführer des Umweltschutzzuges des Landkreises Osterholz

Die Freiwillige Feuerwehr Ritterhude war mit sieben Fahrzeugen und 25 Einsatkräften vor Ort. Die letzten Fahrzeuge waren um 14:17 Uhr wieder in den Feuerwehrhäusern.

Ritterhude hat eine Kinderfeuerwehr; 90 Jahre Ortsfeuerwehr Stendorf

Die Freiwillige Feuerwehr in Stendorf wird 90 Jahre alt. Während der Feier gründeten die Kameraden eine Kinderfeuerwehr für die gesamte Gemeinde Ritterhude.

Foto: Christian Kosak

Ritterhude. „Wir sind von der Feuerwehr, Feuer löschen ist nicht schwer“, schallt es aus dem Lautsprecher. Und die Kids vom FSC Stendorf singen während ihrer Tanzvorführung mit.  In ein oder zwei Jahren könnten einige von ihnen zur Kinderfeuerwehr Stendorf gehören, die am Sonnabend anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr im rund 600 Einwohner zählenden Ritterhuder Ortsteil gegründet worden ist. Und sollten sie auch als Jugendliche und Erwachsene noch dabei sein, dürften sie festzustellen, dass die Brandbekämpfung kein leichter, sondern ein anstrengender, aber für ein Gemeinwesen  unerlässlicher Job ist.

Ebenso wie viele Vereine haben auch die  Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland Nachwuchssorgen. In der Gemeinde Ritterhude gibt es Jugendfeuerwehren in Ihlpohl und Alt-Ritterhude, in denen angehende Brandbekämpfer frühzeitig ausgebildet werden. Doch das Eintrittsalter liegt erst bei zehn Jahren. Dann hätten sich viele Kinder längst für ein Hobby oder einen Sportverein entschieden, sagt Heinz Blendermann, Chef der Ortswehr Stendorf. Zusammen mit Anika Seedorf entwickelte er deshalb den Plan, im Ort eine Kinderfeuerwehr für die gesamte Hammegemeinde aus der Taufe  zu heben. Unterstützung fanden beide bei Ritterhudes Gemeindebrandmeister Jochem Pieper.

„Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren sollen nun spielerisch und schrittweise den Zugang zur Feuerwehr finden“ erläutert Anika Seedorf, die für interessierte Eltern telefonisch unter der Handynummer 01 62 / 6 30 25 85 zu erreichen ist. Die Kinderfeuerwehrwartin der Gemeinde Ritterhude wohnt seit geraumer Zeit in Stendorf und hat intensiv um die jüngsten Mitglieder geworben. Zurzeit sind es 15, mit denen sie regelmäßig spielt und bastelt, sie schon mal  über Erste-Hilfe-Maßnahmen informiert und ihnen erklärt, wie ein Notruf korrekt abgesetzt wird. Auch kleine Lösch-Experimente stehen auf dem Schulungsprogramm. Zum Beispiel das Licht einer brennenden Kerze mit einem übergestülpten Glas zu ersticken. Und schließlich, so Seedorf und Blendermann, seien Ausflüge zu anderen Ortsfeuerwehren und zum Technischen Hilfswerk geplant. Darüber hinaus sollen sich die jüngsten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr an Pflichttermine gewöhnen. Alle 14 Tage ruft Anika Seedorf zum „Dienst“.  Immer mittwochs, allerdings nicht in den Ferien.

Die Gründung der ersten Kinderfeuerwehr in Ritterhude und der zehnten im Landkreis Osterholz fand während der Feierlichkeiten anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Stendorf statt.

Spektakuläre Vorführungen

Im Protokoll der Gründungsversammlung vom 12. September 1929 heißt es: Am heutigen Tage war beim Gastwirt Georg Rutenberg Versammlung zwecks Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Kreisbrandmeister Windhorst war erschienen, sowie 32 Ortseinwohner. Drei Jahre später waren es 69 freiwillige Brandbekämpfer. Mithin  gehörte mindestens eine Person aus jeder Stendorfer Familie der Freiwilligen Feuerwehr an. Heute zählt sie 32 Mitglieder, darunter vier Frauen. Das Gerätehaus, das während der Jubiläumsfeier in einen Festsaal umfunktioniert wurde, war 1967 anstelle des alten errichtet worden und bietet zwei Einsatzfahrzeugen Platz. Auf der Freifläche vor dem Gebäude verfolgten rund 100 Besucher mehrere Vorführungen. Die Kameraden aus Ihlpohl lieferten einen spektakulären Gastbeitrag. Sie zeigten, wie eine Person aus einem verunglückten Pkw gerettet wird. Mit schwerem Gerät musste das Wagendach abgetrennt werden, um eine menschengroße Puppe zu bergen.

Zuvor aber war die offizielle Gründung der Kinderfeuerwehr in Anwesenheit der jungen Protagonisten sowie von Gemeindebrandmeister Jochem Pieper und Kreisjugendwart Björn Finken über die Bühne gegangen. Auch Gudrun Wulfhorst aus dem Rathaus in Vertretung von Bürgermeisterin Susanne Geils hatte sich eingefunden. Sie gratulierte der Freiwilligen Feuerwehr Ritterhude mit ihren Ortswehren Stendorf, Platjenwerbe, Ihlpohl, Lesumstotel und Alt-Ritterhude zu ihrer jüngsten Einheit.  Zudem durften sich Ortsbrandmeister Heinz Blendermann und seine Stendorfer Mitstreiter über einen Scheck des Lions-Clubs Ritterhude in Höhe von 500 Euro freuen.

Text Klaus Grunewald, Osterholzer Kreisblatt

Großfeuer zerstört Heulager

Grasberg 14.06.2019. Schock in der Mittagsstunde: Ein Großfeuer hat am Freitag eine landwirtschaftlich genutzte Halle in Meinershausen zerstört. Das Gebäude, das zur Heutrocknung genutzt wurde, brannte komplett nieder. Der Eigentümer geht von einem Millionenschaden aus.

Noch bevor die Feuerwehr am Freitagmittag am Einsatzort eintraf, konnte man im Umkreis von mehreren Kilometern die Rauchsäule sehen. Aus bislang noch ungeklärter Ursache war die 70 mal 30 Meter große Halle in Brand geraten, im Inneren befand sich eine Heutrocknungsanlage und somit auch eine beträchtliche Menge Heu. Inhaber Ole Roschen sprach am Freitag von mehreren hundert Tonnen, die für Pferde und Kleintiere gedacht waren.

Mit den Löscharbeiten war die Feuerwehr aus Grasberg betraut, die mit sämtlichen Ortsfeuerwehren vor Ort war. Unterstützung erhielt sie von Feuerwehren aus Lilienthal und Wilstedt. Auch die Ritterhuder Feuerwehr kam zwischenzeitlich mit einem Fahrzeug hinzu, weil dieses über eine zwei Kilometer lange Schlauchleitung verfügt. Aus der Luft half die Polizei mit einem Hubschrauber, den Einsatz zu koordinieren. Feuerwehrseitig waren etwa 150 Personen im Einsatz. Verletzte gab es bis zum Abend keine, weder unter den Zivilisten, noch unter den Einsatzkräften.

Schwieriger Einsatz

Der Einsatz gestaltete sich laut der Grasberger Feuerwehrsprecherin Heike Thoden schwierig, weil es zum einen galt, umliegende Gebäude zu schützen. Unter anderem machte man sich Sorgen um ein nahe an der Halle gelegenes Reetdachhaus. Außerdem stürzte die Halle im Verlauf der Löscharbeiten in sich zusammen, weswegen die Feuerwehr Bagger und Radlader aus Rautendorf und aus Sottrum anforderte. Mit deren Hilfe sollten die Trümmer auseinandergezogen und das verbliebene Heu verteilt werden, damit die Feuerwehrleute wirksamer löschen können.

Inhaber Roschen, der den Roschen Agrarhandel betreibt und mit Raufutter handelt, konnte nur zusehen, wie seine Halle in Flammen aufgeht: „Ich darf hier gar nichts machen. Ich wurde gleich gebeten, die Hofseite zu wechseln.“ Auch er hat nach eigener Aussage keine Idee, wer oder was den Brand verursacht haben könnte. Als er hinzugekommen sei, habe die Halle bereits gebrannt, sagte er der WÜMME-ZEITUNG. Nach seiner Einschätzung sei eine Selbstentzündung unwahrscheinlich. Nach Abschluss der Löscharbeiten wird es die Aufgabe der Brandermittler der Polizei sein, die Ursache zu klären.

Das Feuer ist nicht das erste an diesem Ort. Schon im Sommer 2010 war eine etwas kleinere Halle komplett niedergebrannt. Damals war schnell klar, dass es sich um Brandstiftung handeln musste. Die Menschen im Raum Grasberg wurden in dieser Zeit von einer Serie von Brandstiftungen in Angst und Schrecken versetzt. Der Täter wurde später gefasst.

Doch das war für die Einsatzkräfte am Freitag zunächst noch kein Thema. Nachdem die Feuerwehrleute den Brand am Nachmittag unter Kontrolle gebracht hatten, schickte die Einsatzleitung um Gemeindebrandmeister Norbert Blanke erste Kameraden nach Hause, damit sie dort neue Kräfte sammeln konnten, um die Nacht zu überstehen. Denn laut Feuerwehrsprecherin Heike Thoden war es absehbar, dass sich die Nachlöscharbeiten bis Sonnabendmorgen hinziehen werden.

So oder so wird Ole Roschen diesen Sonnabend am Telefon verbringen. Er werde Kontakt mit seinen Kunden aufnehmen müssen, darunter ein großer Tierfutterhersteller aus der Region, sagte er. Er werde ihnen beibringen müssen, dass es erst mal kein Heu mehr gebe. Das, so Roschen, sei neben dem Sachschaden eigentlich das Schlimmste.

Text: Wümme-Zeitung

Alarm durch priaten Rauchmelder

Am 09.06.19 um 19:36 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Ritterhude zu einem Alarm eines privaten Rauchmelders in die Straße Am Großen Geeren gerufen. Eine Nachbarin hatte das Warngeräusch erkannt und die Feuerwehr gerufen.

Bei Eintreffen war eine Rauchentwicklung aus Wohnung im 2. OG ersichtlich. Ein Bewohner war vermutlich noch in der Wohnung.

Nachdem die Wohnungstür nicht geöffnet wurde, ist von einem Trupp unter Atemschutz die Tür mittels Türöffnungswerkzeug geöffnet worden.

Parallel wurde mittels vierteiliger Steckleiter der Balkon der betreffenden Wohnung angeleitert. Der Bewohner wurde durch die Wohnungstür gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Die Ursache für die Rauchentwicklung (Essen auf Herd) wurde durch den Trupp abgestellt und das Gebäude wurde durch die OF Ritterhude mittels Druckbelüftung rauchfrei gemacht.

Eingesetzt waren vier Fahrzeuge mit 21 Feuerwehrmänner/-frauen

Um 20:34 Uhr hat das letzte Einsatzfahrzeug die Einsatzstelle verlassen.

Drei Verletzte und hoher Schaden

Von Antje Borstelmann – 06.06.2019 –
Drei Verletzte, mehrere Tausend Euro Blechschaden und starke Verkehrsbeeinträchtigungen über mehrere Stunden – das ist die
Bilanz eines Unfalles an der Kreuzung K8/K9.

Über Stunden kam es nach einem Unfall auf der Kreuzung K8/K9 zu Verkehrsbehinderungen. Drei Menschen waren bei der Kollision verletzt worden.
(POLIZEI)
Landkreis Osterholz. Drei Verletzte und mehrere Tausend Euro Blechschaden – das ist die Bilanz eines Verkehrsunfalles am frühen Mittwochabend an der Einmündung der K 9 zur Straße Vierhausen (K 8). Nach Auskunft der Polizei wollte eine 53-jährige VW-Fahrerin, die aus Richtung Osterholz-Scharmbeck kam, von der K 9 nach links auf die Straße „Vierhausen“ in Richtung Lilienthal abbiegen. Dabei übersah sie aber den Mercedes eines 42-Jährigen, der von links aus Richtung Lilienthal kam. Beim Aufprall zogen sich beide Fahrer und der Beifahrer der Unfallverursacherin Verletzungen zu, beide Autos mussten abgeschleppt werden. Währen der mehrere Stunden andauernden Unfallaufnahme und Räumung kam es zu starken Verkehrs-beeinträchtigungen.
Die Polizei bittet im übrigen etwaige Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang selbst sowie zur Fahrweise der Beteiligten vor dem Aufprall geben können, sich unter Telefon 0 42 98 / 9 20 00 zu melden.

Text und Bild Osterholzer Kreisblatt

Eingesetzt war die Ortsfeuerwehr Ritterhude, die später an die örtlich zuständige Ortsfeuerwehr St. Jürgen übergeben hat.

Einsatzaufkommen im Mai

Das Einsatzaufkommen der Ortsfeuerwehren der Gemeinde Ritterhude wurde im Mai 2019 durch diverse kleinere Einsätze geprägt:

Am 03.05.19 wurden die Ortsfeuerwehren Ritterhude, Lesumstotel-Werschenrege und Ihlpohl zu einem Gartenlaubenbrand in der Kantstr. gerufen. Glücklicherweise brannte nur ein Komposthaufen und das Feuer war schnell gelöscht.

Am 06.05.19 fuhren die Ortsfeuerwehren Ritterhude und Ihlpohl eine Altenpflegeeinrichtung an, in der ein Rauchmelder einen Fehlalarm ausgelöst hatte.

Am 09.05.19 fuhr die Ortsfeuerwehr Ihlpohl zu einer Tierrettung. Ein Eichhörnchen hatte sich ein Bein gebrochen und wurde aus einem Baum gerettet.

Am 22.05.19 wurde die Ortsfeuerwehr Ritterhude zu einem Verkehrsunfall zur Nordseite gerufen. Zwei PKW waren frontal zusammengestoßen. Der Brandschutz wurde sichergestellt und die ausgelaufenen Betriebsstoffe wurden aufgenommen. Der Rettungsdienst hat die verletzten Personen übernommen.

Am 26.05.19 löschte die Ortsfeuerwehr Ritterhude eine Entstehungsbrand in einem Waldstück.

Am 29.05.19 wurden die Ortsfeuerwehren Ihlpohl und Stendorf zu einer Not- Türöffnung in der Bergstraße gerufen. Die Bewohnerin war jedoch nur eingeschlafen und hat das Klingeln ders Pflegedienstes nicht gehört. Der Damen geht es gut, die Feuerwehr musste keine Tür öffnen.

Am 30.05.19 wurde die Ortsfeuerwehr Lesumstotel-Werschenrege zu einer Tierrettung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb gerufen. Die Kuh konnte unverletzt gerettet werden.

Starke Rauchentwicklung

Feuer auf dem Dach

Ritterhude / Ihlpohl. Bei Arbeiten am Dach ist am Mittwochnachmittag ein Brand auf einem Chemieverarbeitungsbetrieb in der Max-Planck-Straße entstanden. Die Männer der am Dach arbeitenden Firma begannen sofort mit dem Löschen, mehr als 50 alarmierte Einsatzkräfte aus vier Ortsfeuerwehren übernahmen den Rest. Zwar sei die Rauchentwicklung beachtlich gewesen, das Feuer habe aber begrenzt gehalten werden können, so die Polizei, die den entstandenen Schaden mit mehreren Zehntausend Euro angibt.

Text: Osterholzer Kreisblatt

68. Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Osterholz e.V. im Hammeforum

Foto: Möller

Für jeweils 40-jährige Dienstzeit bei ihrer jeweiligen Freiwilligen Feuerwehr überreichten Landrat Bernd Lütjen (links) und Kreisbrandmeister Jan Hinken (Dritter von rechts) Urkunden und Ehrennadeln an Heiko Ruthemeier, Jürgen Semken, Hermann Semken, Holger Suhling, Jürgen Stelljes, Walter Mickinn, Heiko Müller, Hinrich Siemers, Peter Wahls, Heiko Schriefer, Dirk Schriefer, Jan Christof Ahrens, Rainer Kock, Jochem Pieper, Jan Hinken, Jürgen Harwig und Uwe Harjes. Foto: Möller

Landkreis Osterholz

23 Feb, 2019

Feuerwehrverband

Alle 52 Ortsfeuerwehren müssen erhalten bleiben

Von Gerwin Möller

Über 200 Delegierte aus den 52 Ortsfeuerwehren im Landkreis Osterholz kamen Freitag zur Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes im Ritterhuder Hamme Forum zusammen. Auf der Tagesordnung standen auch Ehrungen.

Gegenseitige Unterstützung und kameradschaftlicher Zusammenhalt sind für Jan Hinken der „Kern des Zusammenhalts“ der Feuerwehren. Der Kreisbrandmeister begrüßte Freitag im Ritterhuder Hamme-Forum über 200 Brandschützer aus 52 Ortswehren zur Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes. Die Professionalität der Einsatzabteilungen sei ein großer Sicherheitsfaktor für die Bevölkerung, aber für die Feuerwehrleute zugleich auch ein Fluch. Denn: Es gäbe, besonders bei den Zugezogenen, die falsche Vorstellung, dass die Lebensretter in einer Berufsfeuerwehr organisiert seien.

„Nein, wir machen das alle nebenbei, es ist in gewisser Weise unser Hobby“, so Hinken. Im vergangenen Jahr seien die Rettungskräfte zu 1.000 Einsätzen alarmiert worden. „Rechnerisch sind das etwa drei Einsätze pro Tag“, so Hinken. Die Arbeit verteile sich unterschiedlich über kleinere und so genannte Schwerpunktwehren. Allein die Ortswehr der Kreisstadt trug die Last von 20 Prozent aller Einsätze. Aber es würden immer auch weitere Wehren mitalarmiert, „wir können auf keine Ortsfeuerwehr verzichten, denn wir müssen in allen Bereichen des Landkreises zur Stelle sein können.“

„Zusammenlegung von Wehren nur ein Gerücht“

Als „Rascheln im Busch“ bezeichnete Ritterhudes Bürgermeisterin Susanne Geils (SPD) die Sorge, dass der Bestand einzelner Ortswehren infrage gestellt werden könnte: Die Arbeit für die Freiwilligen Feuerwehren sei ein Ehrenamt, das besonders hervorzuheben sei. Gerüchte über mögliche Zusammenlegungen seien entstanden, als in Ihlpohl Probleme bei der Finanzierung des Neubaus eines Feuerwehrgerätehauses auftraten. „Wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht“, gestand Geils ein, die Gemeinde werde nun den nötigen Feuerwehrbedarsplan aufstellen.

Landrat Bernd Lütjen betonte in seinem Grußwort an die Versammlung , dass „alle 52 Ortswehren wichtig“ seien und würdigte den hohen Ausbildungsstand der Einsatzkräfte: „Durch Ihre professionelle Arbeit ist oft Schlimmeres verhindert worden.“

Nachwuchs kommt nicht alleine aus eigener Jugend

Kreisbrandmeister Hinken berichtete von der Arbeit einer Sturkturkommission für die Feuerwehrarbeit. Niedersachsenweit gebe es 3.300 freiwillige Feuerwehren, nur in einigen Städten insgesamt 13 Berufswehren. Er begrüßte das Wirken von Kinder- und Jugendfeuerwehren, verwies aber auch darauf, dass die Rekrutierung für die Einsatzkräfte nicht alleine über den eigenen Nachwuchs passieren könne, man benötige auch weitere Anwerbungen, auch unter Neubürgern.

Im Rahmen der Verbandsversammlung wurden auch Ehrungen vorgenommen, so für 50- und 60-jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr. Zusätzlich wurden Ehrenzeichen des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze und in Silber vergeben.

Foto: Möller

Für jeweils 50-jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr ehrte Kreisbrandmeister Jan Hinken (Zweiter von rechts) Bernhard Wendelken, Horst Wendelken, Manfred Siemers, Friedrich Siemers, Herbert Friedrichs, Horst Hannemann, Wilfried Klinder, Willi Pofahl, Wolfgang Bolte und Nicolaus Bullwinkel (v.l.). Foto: Möller

Foto: Möller

Für jeweils 60-jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr ehrte Kreisbrandmeister Jan Hinken (Dritter von rechts) Thomas Friedhoff, Heinz Ludwig Blome, Hinrich Holljes, Henry Gartelmann, Gerhard Ahrnken, Günter Hinrich Poppe, Lüer Dieter Schlüter, Jan Hinken, Hinrich Meyer und Hermann Schulze (v.l.). Foto: Möller

Foto: Möller

Thomas Friedhoff, Regierungsbrandmeister und Mitglied im Vorstand des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen (links), und Kreisbrandmeister Jan Hinken (Dritter von links) zeichneten Jens Blendermann aus Ritterhude und Sicco Brons aus Ihlpohl mit dem Ehrenzeichen in Bronze und Timo Kück, Lars van den Hoogen aus Lilienthal sowie Kai Garbade aus Worphausen (von links) mit dem Ehrenzeichen in Silber aus. Foto: Möller

Text und Fotos: Hamme-/Wümme-Report