Gebäudebrand am Vereinsheim in Ihlpohl

Am 18. August wurden um 22:20 Uhr alle Ortsfeuerwehren der Gemeinde Ritterhude mit dem Einsatzstichwort „Gebäudebrand“ zum Vereinsheim am Fußballplatz in Ihlpohl alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde ein bestätigtes Feuer gemeldet.

Auf der Rückseite des Gebäudes standen die Außengastronomie sowie Teile der Wand und des Daches an der Giebelseite des Hauptgebäudes in Flammen. Da sich das Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Ihlpohl-Platjenwerbe direkt neben dem Einsatzort befindet, betrug deren Anfahrtsweg lediglich rund 50 Meter. Die Einsatzkräfte konnten daher unmittelbar mit den Löschmaßnahmen beginnen.

Das Feuer hatte bereits auf die Wand und das Dach übergegriffen. Eine besondere Herausforderung stellte die Bauweise des Vereinsheims dar: Das Gebäude besteht vollständig aus Holz. Oberstes Ziel war es deshalb, eine weitere Brandausbreitung zu verhindern und einen Vollbrand des Gebäudes zu vermeiden.

Auch die auf der linken Gebäudeseite stehenden Bäume hatten bereits Feuer gefangen und mussten abgelöscht werden. Die sichtbaren Flammen konnten schnell unter Kontrolle gebracht werden, sodass sich das Feuer an der Gebäudeaußenseite nicht weiter ausbreiten konnte.

Die eigentliche Herausforderung bestand anschließend darin, Glut- und Brandnester unter der Dachhaut zu erreichen. Zunächst kamen sogenannte FogNails zum Einsatz. Dabei handelt es sich um kleine Löschlanzen, die durch die Außenhaut von Holz- oder dünnen Wänden geschlagen werden können. Über einen Wasseranschluss wird anschließend ein feiner Wassernebel in das Gebäudeinnere eingebracht.

Um sicherzustellen, dass sich das Feuer unter dem Dach nicht weiter ausbreitete, musste jedoch auch ein Blick in die betroffenen Bereiche ermöglicht werden. Zwei Trupps wurden deshalb mit Sägen eingesetzt, um gezielt Teile des Daches und des Giebels zu öffnen. Anschließend konnten die Einsatzkräfte mit Strahlrohren direkt in die betroffenen Bereiche vorgehen. Durch gezielte, stichprobenartige Öffnungen wurde überprüft, an welchen Stellen sich noch Brand- oder Glutnester befanden.

Erschwert wurden die Löscharbeiten durch die örtlichen Gegebenheiten. Eine Drehleiter konnte nicht eingesetzt werden, da direkt über dem Gebäude Hochspannungsleitungen verlaufen. Ein Einsatz der Drehleiter wäre unter diesen Bedingungen lebensgefährlich gewesen. Darüber hinaus war der Untergrund im Bereich des Gebäudes nicht ausreichend befestigt. Auch die Position des Brandes auf der Gebäuderückseite hätte einen effektiven Einsatz der Drehleiter erheblich erschwert.

Der Innenraum des Vereinsheims blieb vom Feuer weitgehend verschont. Durch die umfangreichen Löschmaßnahmen entstand jedoch ein erheblicher Wasserschaden.

Gegen 1:45 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden.

Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen vor Ort. Gegen 5:00 Uhr konnten die Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen werden.

FOTOS: Feuerwehr Ritterhude

TEXT: Michael Lieckfeldt (Pressesprecher)

 
 
 

2 Einsätze der Feuerwehr Ritterhude am 15.08.26

Brand einer Ballenpresse und Kleinbrand im Heerweger Moor

 

 

„Am 15.08 um 19;25 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Ritterhude mit dem Einsatzstichwort „Pressenbrand“ auf die Straße K8 alarmiert. In der Region angekommen, konnte eine Rauchsäule am Himmel erblickt werden, jedoch befand sich die Einsatzstelle nicht wie gemeldet auf der Straße selber, sondern auf einem Feld, das an der Straße anliegend war.
An der Einsatzstelle angekommen, konnte festgestellt werden, dass eine Heuballenpresse bereits fast in Vollbrand geraten war. Der Traktor, an dem die Ballenpresse montiert war, wurde bereits durch den Fahrer abgekoppelt und in Sicherheit gebracht, sodass es keine Ausbreitungsgefahr auf den Traktor selber gab. Die Feuerwehr begann sofort mit den Löschmaßnahmen. Da die Einsatzstelle in St.Jürgen und somit im Einsatzgebiet der Gemeinde Lilienthal war, wurde die Ortsfeuerwehr St.Jürgen hinzu alarmiert. Diese rückten mit 2 Fahrzeugen und circa 10 Einsatzkräften zur Einsatzstelle aus. Vor Ort konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden.
 
Um unter die Karrosserie zu kommen, wurde mit einem hydraulischen Spreizer die Aussenverkleidung aufgespreizt, um so in das Presswerk und die unterliegende Konstruktion zu gelangen. Um 20:45 Uhr war der Einsatz für die Ortsfeuerwehr Ritterhude beendet.

 

Heerweger Moor

Gerade auf der Rückfahrt wurde jedoch durch die Leitstelle ein weiteres Feuer ,diesmal in Ritterhude im „Heerweger Moor“ gemeldet. Da die Ortsfeuerwehr noch auf Rückfahrt, war wurde die Ortsfeuerwehr Lesumstotel-Werschenrege hinzualarmiert. Vor Ort wurde festgestellt, dass ein Haufen aus gestapeltem Holz in einem kleinen Wald/Moorgebiet angefangen hatte zu brennen und sich so ein kleiner Vegetationsbrand auf 10x2m Fläche gebildet hatte.

Foto: Feuerwehr Ritterhude
Das Feuer wurde schnell unter Kontrolle gebracht, der Nahbereich aufgrund des Moorbodens und der damit einhergehenden Gefahr der unterirdischen Ausbreitung, kontrolliert, sodass die Feuerwehr Ritterhude gegen 22:15 Uhr wieder einsatzbereit am Feuerwehrhaus war. Im Einsatz waren neben den Kräften der Feuerwehr St. Jürgen und der Poliziei ca. 25 Kräfte mit 5 Fahrzeugen aus Ritterhude und Lesumstotel Werschenrege.
 
Foto: Feuerwehr Ritterhude

TEXT: Pressesprecher Michael Lieckfeld

Dachstuhlbrand in der Stader Landstraße fordert Großaufgebot der Einsatzkräfte

 

Am 01. August wurden um 03:12 Uhr alle Feuerwehren der Gemeinde Ritterhude mit dem Einsatzstichwort „Dachstuhlbrand“ in die Stader Landstraße alarmiert.

Bereits während der Anfahrt informierte die Leitstelle über mehrere Notrufe, die eine deutlich sichtbare Rauchsäule bestätigten. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Flammen schlugen sowohl aus dem Dachstuhl als auch aus Fenstern im Erdgeschoss.

Aufgrund der Lage wurde umgehend die Alarmstufe erhöht. Zusätzlich alarmiert wurden die Feuerwehr Stendorf, die Drehleiter mit Löschfahrzeug aus Osterholz-Scharmbeck, die DRK-Bereitschaft, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Leitende Notarzt sowie der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Osterholz.

Die enorme Brandintensität ließ einen Innenangriff zunächst nicht zu. Atemschutztrupps konnten aufgrund der Gefährdung nicht in das Gebäude vorgehen. Daher wurde die Brandbekämpfung mit vier C-Strahlrohren im Außenangriff durchgeführt. Nach Rücksprache mit der Polizei konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass sich noch Personen im Gebäude befanden. Diese Erkenntnis bestätigte die Entscheidung für die ausschließliche Brandbekämpfung von außen.

Das zweigeteilte Gebäude wurde bereits vollständig vom Feuer erfasst, das sich über den Dachstuhl auf die hintere Gebäudehälfte ausbreitete. Nach dem Eintreffen der Drehleiter konnte diese mit Löschwasser versorgt werden und das Wenderohr unterstützte die Brandbekämpfung zusätzlich aus der Höhe.

Im weiteren Einsatzverlauf wurde eine Instabilität des Dachgiebels festgestellt. Der Bereich wurde daraufhin aufgrund akuter Einsturzgefahr weiträumig abgesperrt und geräumt. Zur fachlichen Beurteilung der Gebäudestatik wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) aus Cuxhaven hinzugezogen.

Damit das Gebäude sicher gas- und stromlos geschaltet werden konnte, waren außerdem die Stadtwerke sowie eine Tiefbaufirma im Einsatz. Vor dem Gebäude musste der Hausanschluss freigelegt werden, um die Versorgungsleitungen abzuschiebern.

Der Brand konnte trotz seiner hohen Intensität bereits nach etwa einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden. Rund zwei Stunden nach Einsatzbeginn war keine sichtbare Rauchentwicklung mehr vorhanden. Anschließend konnte ein Atemschutztrupp das Gebäude zur Erkundung betreten. Dabei wurden nur noch vereinzelte Glutnester, leichte Hitze sowie geringe Rauchentwicklungen im Dachbereich festgestellt. Nach weiteren Nachlöscharbeiten konnte gegen 05:45 Uhr „Feuer aus“ gemeldet werden.

Im Anschluss rückte ein Großteil der eingesetzten Kräfte wieder ab. Der THW-Baufachberater stellte bei seiner abschließenden Begutachtung fest, dass der Dachgiebel im oberen Drittel einsturzgefährdet ist.

Insgesamt waren organisationsübergreifend mehr als 150 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle beteiligt.

Die vordere Gebäudehälfte wurde vollständig zerstört. In der hinteren Haushälfte brannten das Obergeschoss sowie der Dachbereich vollständig aus. Das Erdgeschoss des hinteren Gebäudeteils wurde durch Rauch und Löschwasser erheblich beschädigt und ist ebenfalls nicht mehr bewohnbar.

Für die Feuerwehr endete der Einsatz gegen 07:00 Uhr. Die Polizei sowie die Stadtwerke verblieben anschließend noch an der Einsatzstelle.

TEXT und FOTO: Feuerwehr Ritterhude

Ölspur

Alarmierung: 13.02.2026 – 17:52 Uhr
Stichwort: Hilfeleistung
Einsatzort: Ritterhude / Am Großen Geeren

Tragehilfe

Alarmierung: 22.01.2026 – 12:50 Uhr
Stichwort: Unterstützung
Einsatzort: Ritterhude / Schillerstraße