Feuermeldung

Am späten Abend des 15. März 2014 klingelte ein Bürger am Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Ritterhude. Zufällig waren gerade zwei Feuerwehrkameraden im Feuerwehrhaus. Diesen berichtete der besorgte Mitbürger über Feuerschein, den er von der Stendorfer Straße aus wahrgenommen hatte. Sofort machten sich die Feuerwehrkameraden zum beschriebenen Ort auf. Dort angekommen konnte festgestellt werden, dass es sich bei dem Feuer um ein genehmigtes Nutzfeuer handelte.

Da es sich bei der Feuerwehr Ritterhude um eine reine Freiwilligen-Feuerwehr handelt, ist das Feuerwehrhaus nicht ständig besetzt. Erst bei einer Alarmierung nach einem Notruf machen sich die Feuerwehrfrauen und -männer auf den Weg zur Feuerwehr. Die Freiwillige Feuerwehr Ritterhude weist deshalb ausdrücklich darauf, hin bei Feuer oder anderen Notfällen umgehend den Notruf 112 zu wählen.

Einsatzübung

Heute fand in der Windmühlenstraße eine Übung der Ritterhuder Ortsfeuerwehr statt. Dies geschieht in regelmäßigen Abständen, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Neues Fahrzeug für Feuerwehr

Die Feuerwehr Ritterhude erhält einen neuen Schlauchwagen Katastrophenschutz (SW-KatS)

Am Montag den 02. Dezember 2013 machte sich eine Abordnung der FFW Ritterhude auf den Weg nach Bonn Dransdorf um den neuen SW-KatS abzuholen. Das Fahrzeug stammt aus dem Beschaffungsplan des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Insgesamt wurden 16 dieser SW-KatS beschafft und an die Bundesländer verteilt. „Neues Fahrzeug für Feuerwehr“ weiterlesen

Die Gemeindefeuerwehr Ritterhude

Oktober 2013: Insgesamt 159 Feuerwehrleute, darunter sieben Frauen retten, löschen, bergen und schützen in Ritterhude. Die Gemeindefeuerwehr besteht aus den fünf Ortswehren Ritterhude, Ihlpohl, Platjenwerbe, Stendorf und Werschenrege/Lesumstotel, die sich gegenseitig ergänzen.

Im letzten Jahr bewältigten die Kameraden 186 Einsätze, in diesem Jahr waren es schon 147. Vom Brand im Toom-Baumarkt oder in der Gaststätte Circus-Circus bis hin zum Busunfall mit Schulkindern oder dem Gefahrguteinsatz, bei dem eine zunächst unbekannte Substanz sich als Pfefferspray im Kinderwagen erwies – die Szenarien waren vielfältig. Wer kommt, wenn werktags um zehn Uhr morgens die Sirene heult? „Passiert ein schwerer Unfall oder bricht ein großer Brand aus, alarmieren wir heutzutage zwei bis drei unserer fünf Ortsfeuerwehren, damit auch bestimmt genügend Helfer rechtzeitig vor Ort sind“ sagt Gemeindebrandmeister Jochem Pieper.

Je nach Schadenslage sind Pressluftgeräteträger oder andere Spezialisten erforderlich. Deshalb ist beim Disponenten in der Bremerhavener Leitstelle eine Alarm- und Ausrückordnung hinterlegt. So hat die Wehr Platjenwerbe einen Lichtmastanhänger (6000 Watt), mit den sich die Gefahrenstelle nachts taghell ausleuchten lässt. Muss gepumpt werden, wird der Lenzanhänger aus Lesumstotel angefordert. Ein Rettungsboot wartet in der Ritterhuder Zentrale auf Einsätze. Über einen Wasserwerfer Marke Eigenbau verfügt die Stendorfer Wehr. Bei Hilfeleistungen im Bereich der Autobahn hat die Ihlpohler Feuerwehr die meiste Erfahrung.

Nur 12 Minuten dürfen vergehen vom Telefonanruf bis zum Eintreffen der Feuerwehr am Ort des Geschehens. Ein Koordinierungskonzept legt fest, in welchem Radius die Ortswehren ausrücken. „Der Weg ist nicht diskutierbar. Wenn die Helfer am Feuerwehrhaus eingetroffen sind und noch 4,5 Minuten, um zum Einsatzort zu fahren. Deshalb ist eine gleichmäßige Verteilung der Wehren im Ort so wichtig. Damit die Wege kurz bleiben, können wir auf keines der fünf Feuerwehrhäuser in der Gemeinde verzichten“ weiß Jochem Pieper.

Der Nachwuchs trifft sich zweimal wöchentlich in der Jugendfeuerwehr. Insgesamt 33 Kindern zwischen zehn und 16 Jahren bringt Gemeindejugendfeuerwehrwart Oliver Korte die Anfangsgründe des Rettungswesens bei. Dabei kommen die Kameradschaft und der Spaß an der Sache nicht zu kurz. Jochem Pieper und alle fünf Ortsbrandmeister freuen sich besonders darüber, dass im November in Ihlpohl die zweite Jugendfeuerwehr mit 18 Jungen und Mädchen an den Start geht. Nachwuchs wird immer gesucht, nicht nur in der Jugendfeuerwehr. „Freiwilligkeit und ein Mindestmaß an Fitness sind die Mindestanforderungen.

Wir nehmen auch gern Seiteneinsteiger“ sagt Frank Schiefner, Ortsbrandmeister in Werschenrege/Lesumtotel. Zwischen 16 und 63 Jahren kann man dieses Ehrenamt ausfüllen. Danach folgt die Altersabteilung, in der die Geselligkeit gepflegt wird. Die Ihlpohler Alterskameraden sind zum Beispiel berühmt für ihre Eintopfsuppen, die sie bei diversen Festen aus der Gulaschkanone servieren. (Ilse Okken)