Brandermittler gehen der Ursache für Feuer nach – Falscher Notruf zieht Helfer von Einsatzstelle ab

TEXT: Brigitte Lange (Osterholzer Kreisblatt)
FOTO: Feuerwehr Ritterhude
DATUM: 31.03.2026
Mitternacht war just vorbei als die Feuerwehren Ritterhude, Ihlpohl-Platjenwerbe und Lesumstotel-Werschenrege in der Nacht zum Dienstag, 0.13 Uhr, in den Löscheinsatz gerufen wurden. Auf dem Gelände eines Autovermieters an der Herrhausenstraße im Gewerbegebiet Böcklerallee standen zwei Fahrzeuge in Brand. Als die Feuerwehrleute anrückten, „stellte sich heraus, dass das Gebäude bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde“, berichtet Michael Lieckfeldt, Pressesprecher der Ritterhuder Feuerwehr.
Tatsächlich drohte das Feuer, aufs Gebäude überzugreifen: „Die äußere Scheibe eines Schaufensters war geborsten, die Kunststoffverkleidung teils geschmolzen“, so Lieckfeldt. Das hätten sie aber, die drei Atemschutztrupps, die das Feuer bekämpften, und ihre Kollegen verhindern können. Als die Flammen durch die Löscharbeiten „runtergeschlagen“ worden waren, hätten sie die Wracks mit Schaum eingedeckt. „Dabei entzündete sich nachträglich die Autobatterie.“ Wieder seien kleine Flammen hochgezüngelt. Mit dem Rüstwagen seien schließlich die zerstörten Fahrzeuge vom Gebäude weggezogen worden. Gegen 4.30 Uhr endete der Einsatz für die 30 Feuerwehrleute, die mit zwölf Fahrzeugen ausgerückt waren, mit einer Nachbereitung.
Laut Polizei dauert die Suche nach der Brandursache an. Den Schaden an Fahrzeugen und Gebäude schätzen die Ermittler auf rund 200.000 Euro. Hinweise zu dem Fall nimmt die Polizei unter Telefon 04791/3070 entgegen.
Parallel zu dem Brand an der Herrhausenstraße wurde in der Nacht ein Feuer am Stader Postweg gemeldet. Dort sollte angeblich eine Haustür brennen, so Lieckfeldt: „Zwei Fahrzeuge wurden dafür von der Einsatzstelle abgezogen.“ Die Meldung sollte sich als schlechter Scherz herausstellen. Vor Ort sei nichts zu sehen gewesen. Die Bewohner äußerten den Verdacht, dass der Notruf missbraucht worden sei. Tatsächlich sei bereits im Februar für den Bereich ein Gasleck gemeldet worden. Auch das habe nicht existiert. Lieckfeldt: „Wir weisen darauf hin, dass dieser Missbrauch des Notrufes strafbar ist und wichtige Ressourcen der Feuerwehr und der Polizei bindet.“
